Da nach dem letztem Geländeausflug in Peckfitz einige Schrauben aus der Lenkradnarbe gerissen waren ,mußte ich den Umbau der Lenkung nun doch schon beginnen .
Die Lenkung war Ursprünglich nur sehr schwer zu bewegen und Gradeaus fahren war ab 60 Km/h fast unmöglich da die Rückstellkräfte der Räder nicht ausreichend waren um den Buggy auf Spur zu bringen .
Hauptproblem waren eigendlich nur die viel zu steil angebrachten Gelenke zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe die dazu noch in der überzahl verbaut waren .
Ich vermute der Erfinder dieser Konstruktion hat beabsichtigt daß mit dem rechten Fuß auch das Bremspedal bedient werden soll .
Nur war der Abstand zwischen Gas und Bremspedal dafür viel zu groß .Vor dem bremsen stand immer die Überlegung ,soll ich nun den Rechten oder den Linken Fuß benutzen
Mir hat das überhaupt nicht gefallen und deshalb habe ich das Bremspedal um 100mm nach links versetzt .
So langsam ist das wieder wie Buggyfahren und dazu gibt es jetzt ausreichend Platz für eine neue Gelenkwelle
Dazu war es noch zu tief angebracht und man mußte sich fragen ob mit den Knie gelenken werden soll :bonk:
Im folgendem Bild ist zu sehen wo das Lenkrad angebracht war und wie ich es gerne hätte um bequem lenken bzw ein und aussteigen zu können . Tja das die Lenkung viel zu schwer geht und ein Griff ins Klo war hat der Erfinder scheinbar auch bemerkt als die Narbe für das Lenkrad auf der Welle übergedreht ist .
Kurzerhand wurde die Narbe mit der Welle verschweisst und das Lenkrad sitzt wieder fest . Blöd wird das nur wenn die Kugellager erneuert werden müssen ,ein zerlegen ist jetzt ohne Feuersäge nicht mehr möglich
Da der Verbaute Lagerbock eh nur eine 14mm Welle aufnehmen konnte habe ich das ganze Geraffel ausgesägt und komplett neu angefertigt .
Eine passende Gelenkwelle habe ich 1 zu 1 aus einem PKW übernehmen können .
Auf der Suche nach dieser Gelenkwelle ist mir direkt aufgefallen ,daß bei keinem PKW an der Gelenkwelle geschweisst wurde .
Sämtliche Verbindungen von Welle und Gelenk haben Verzahnung oder sind vernietet aber nie geschweisst wie bei unseren Buggys üblich
Ja und so sieht das ganze nun aus .
da ich erwartet habe eine einfache Lösung war bei der Konstruktion nicht möglich .
Entweder mußte die Lenkung so bleiben wie sie ist oder die Gelenkwelle würde nach einem Umbau im Fußraum stören .
Wie auf diesem Bild zu erkennen ist stört die Gelengwelle eigendlich überhaupt nicht .
Die Füße haben ausreichend Platz und mit den Beinen kommt man nicht auf gleiche höhe. Das Lenkgetriebe selbst wurde durch anbringen von Buchsen auf der Zahnstange daran gehindert den möglichen Verfahrweg der Zahnstange auszunutzen .
Dies war nötig da die Kreutzgelenke bei voll eingeschlagener Lenkung einen so ungünstigen Standpunkt hatten ,daß sich das Lenkrad nur noch mit einem kräftigen Ruck wieder in Gradeausstellung bringen lies .
Ja und wo die Lenkung jetzt sehr leicht geht ,habe ich die aufgesteckten Buchsen von der Zahnstange entfernt und gut 12mm mehr Lenkeinschlag erhalten .
Das Ergebniss war enorm .
Der vorher so riesige Wendekreis ist jetzt so klein geworden ,daß ich auf einer zwei spurigen Strasse umdrehen kann ohne vor und zurück zu setzen
Einziger Nachteil bisher ist ein flattern im Lenkrad ab 80Km/h .Hier wird vermutlich ein auswuchten der Reifen abhilfe schaffen .
Bei der "Haurucklenkung" ist das vorher nie aufgefallen .
Jetzt muß ich zwar wieder in die Muckiebude damit die Muskeln der Oberarme nicht schrumpfen aber dafür kann ich mit dem OXO um die Ecken flitzen
Gruß Michel



